Stephan Thome "Schmales Gewässer, gefährliche Strömung - Über den Konflikt in der Taiwanstraße"
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Thome lebt in Taiwan und spricht Chinesisch, er kann über den Konflikt zwischen China und Taiwan aus erster Hand berichten. Das Buch ist in drei Teile gegliedert: die gemeinsame Geschichte von Taiwan und China, was Nationalismus jeweils eigentlich bedeutet und abschließend drei Beispiele, in denen bereits aktiv gekämpft wird, nur nicht mit Waffen. Das Buch ist für wenig Geld bei der
BPB zu kaufen, ist sehr gut geschrieben und es gibt einen guten Einblick in die komplexe Situation, der einzige Kritikpunkt: Das Buch wurde vor Trumps Wiederwahl 2025 veröffentlicht; Trump erscheint nur im Ausblick, wo die möglichen Auswirkungen seiner zweiten Amtszeit diskutiert werden. Ich hoffe auf ein Update!
Urteil: unbedingt lesen
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02/2026
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"Attentat"
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Attentat ist der neunte Band in der Oppenheimer-Reihe, der jüdische Kommissar, der das dritte Reich in Berlin überlebt. Mittlerweile ist der Autor in 1952 angekommen und Adenauer, die Aussöhnung mit den ehemaligen Feinden, Israel, Bonn und München spielen eine Rolle. Es ist ein solider Krimi, aber zu viele historische Fakten und Handlungsstränge machen es zu einem etwas unübersichtlichen und langatmigen Leseerlebnis.
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02/2026
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Volker Häring, Christian Y. Schmidt "Der lange Fahrrad-Marsch"
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Der
lange Marsch ist ein Gründungsmythos des modernen China. Häring kann chinesisch und Schmidt hat verheiratet 17 Jahre lang in Peking gelebt und war früher Maoist, beide sind also ausgewiesene China-Experten. Sie erzählen alternierend von ihrer fünfmonatigen Fahrradtour über 7000km durch wenig touristisch erschlossene Gebiete, in der sie große Strecken und zentrale Orte ihrer Vorbilder abdecken. Sie sind insbesondere auf der Suche nach
Otto Braun, einem deutschen KP-Funktionär, der anfänglich eine Führungsrolle beim langen Marsch hatte. Man steigt mit der Lektüre nicht tief in China ein, aber das Buch gibt einen guten Eindruck, wie sich das Land abseits der Touristen-Metropolen entwickelt hat. Sehr unterhaltsam und lesenswert!
Urteil: unbedingt lesen
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01/2026
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Stefan Mayr "Unter Bombern"
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Die Vorgeschichte des
Wunders von Bern: viele Spieler der deutschen Weltmeister-Mannschaft waren Wehrmachtssoldaten, vor allem auch ihr Superstar
Fritz Walter. Dieses Buch erzählt, wie Walter den zweiten Weltkrieg auch dank
Sepp Herbergers Strippenzieherei überlebte, während sein ähnlich begabter Mitspieler
August Klingler sterben musste. Fesselnd!
Urteil: unbedingt lesen
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12/2025
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Sören Urbansky, Martin Wagner "China und Russland"
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Der Untertitel des Buches lautet “Kurze Geschichte einer langen Beziehung”. Die Autoren haben dafür zwölf historische Schlüsselmomente in den russisch-chinesischen Beziehungen ausgewählt und bieten damit eine ausgezeichnete Übersicht – ideal für Hobby-Historiker wie mich, die bislang wenig über dieses Thema wissen.
Urteil: unbedingt lesen
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10/2025
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Artur Weigandt "Die Verräter"
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Die (Teil-)Autobiographie eines Autors, der 1994 in Kasachstan geboren wurde und im Alter von drei Jahren mit seinen Eltern nach Niedersachsen auswanderte. Er wächst in Deutschland auf, während die Familie weiterhin über die ehemaligen Regionen der Sowjetunion verstreut ist – ein Spiegelbild der komplexen Identitäten und Loyalitäten, die der Vielvölkerstaat hinterlassen hat. Am
24. Februar 2022 brechen alte Wunden und Fragen wieder auf. Ein fesselndes Buch auf nur 150 Seiten!
Urteil: unbedingt lesen
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10/2025
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Frédéric Schwilden "Gute Menschen"
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Schwilden ist einer der wenigen interessanten deutschen Twitterati, der sogar an mehr als seiner Echokammer Interesse hat. “Gute Menschen” ist ein selbsternannter Liebesroman der GenY. Er beginnt sehr passend im behäbig-bourgeoisen Großstadtmilieu des Münchner Gärtnerplatzviertels. Gut zu lesen, mir trotzdem ein bisschen zu twitterig.
Urteil: lesenswert
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10/2025
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Mille Petrozza "Your heaven, my hell"
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Petrozza ist der Sänger und Gitarrist von Kreator, einer der “The Big Four of Teutonic Thrash”. Seine hier vorliegende Autobiographie deckt vor allem die prägenden Jahre, bei einer (ehemaligen) Jugendsubkultur also bis circa 30. Das Buch ist durchaus unterhaltsam, aber ein bisschen weichgespült: Wildes Rock’n’Rock-Leben der Achtziger mit der Moralbrille von heute. Für Fans und fürs Feuilleton lesenswert!
Urteil: lesenswert
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09/2025
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Håkan Nesser "Ein Brief aus München"
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Der achte Barbarotti-Krimi, dieses Mal geht es um den Tod eines weltberühmten Künstlers, der zu Weihnachten seine drei weitaus weniger erfolgreichen Geschwister während des ersten Corona-Winters in ein abgelegenes Anwesen einlädt. Der Täter muss aus dem mehrfach “verschlossenen Raum” kommen. Dieser Krimi gefällt mir etwas weniger als mein erster Barbarotti, trotzdem immer noch solide.
Urteil: lesenswert
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06/2025
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Ferdinand von Schirach "Der Fall Collini"
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Ein Krimi von Juristen für Juristen, das Buch wirkt eher wie eine lange Kurzgeschichte mit vielen zu ausführlichen Beschreibungen. An sich ein interessanter Plot mit SS-Vergangenheit und Wiederaufbau, aber insgesamt nicht fesselnd genug.
Urteil: lesenswert
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06/2025
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Jo Nesbø "Rotkehlchen"
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Nordic Noir von 2000, aus dem Bücherschrank geholt: Harry Hole, ein Osloer Kriminalbeamter, löst seinen dritten Fall, in dem er von einer südafrikanischen Spezialwaffe erfährt, die nach Norwegen geschmuggelt wird. Er fängt an, in einem Sumpf von Neonazis und norwegischen Kollaborateuren aus dem Zweiten Weltkrieg zu ermitteln. Mein erstes Buch aus der Serie, sehr spannend, angenehm lesbar, und sicher nicht mein letztes Buch aus der Reihe.
Urteil: lesenswert
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04/2025
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Christof Weigold "Brennendes Gewissen"
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Im altlinken Schwabinger Hippie-Milieu wird eine Buchhändlerin umgebracht, der Polizeipsychologe Petry, selbst in einer Landkommune aufgewachsen, wird hinzugerufen und fängt an, privat weiter zu ermitteln. Dieser Mord hängt mit dem bis heute ungeklärten
Brandanschlag auf das Altenheim der Israelitischen Kultusgemeinde in München zusammen, wo Linksextreme, Rechtsextreme oder Palästinenser verdächtigt wurden. Der Autor schafft es, den Fall fiktional plausibel zu entwirren, ein spannender und atmosphärischer Krimi.
Urteil: unbedingt lesen
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01/2025
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Wolfgang Schorlau "Black Forest - Denglers elfter Fall"
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Denglers Mutter sieht Gespenster, deshalb fährt er in das abgelegene badische Dorf, in dem er aufgewachsen ist. Er stößt dabei auf Windräder, Wernher von Brauns Raketentechnik, den tödlichen Unfall seines Vaters und seine große Jugendliebe - wie immer spannend erzählt und mit einem Happy End für das moralisch Gute.
Urteil: lesenswert
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01/2025
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Volker Kutscher "10 - Rath"
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Das zehnte Buch der Gereon-Rath-Romane, Vorlage für die
Serie Babylon Berlin, ist wohl das Finale der Krimireihe: die schon bekannten Protagonisten treffen im Berlin und Köln von 1939 aufeinander. Die deutsche Geschichte spielt wie immer auch eine Hauptrolle, aber beispielsweise Adenauer als Nebendarsteller wirkt einfach nicht plausibel. Außerdem ist mir Gut und Böse oft zu klar getrennt, die Zerrissenheit von
Bernie Gunther ist einfach viel glaubwürdiger. Trotzdem ein schöner Krimi!
Urteil: unbedingt lesen
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12/2024
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Håkan Nesser "Mensch ohne Hund"
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Das Buch beginnt wie ein Roman: zwei Männer verschwinden nach einer Familienfeier und einen ersten Verdacht gibt es erst nach einem Drittel des Buches, als Kommissar Barbarotti das erste Mal auftaucht. Dieser löst den Fall, aber auch eher durch Anwesenheit - trotz allem ein wirklich spannender Krimi!
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10/2024
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Gunter Schubert "Kleine Geschichte Taiwans"
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Das Buch umfasst gut einhundert Seiten und gibt einen sehr guten ersten Überblick über die Geschichte Taiwans, seine Gesellschaft und ist auch extra nochmal nach den Wahlen von Januar 2024 aktualisiert worden.
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09/2024
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Frédéric Schwilden "Toxic Man"
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Ein autobiografischer - oder autobiografisch angehauchter - Roman eines in Franken aufgewachsenen Fotografen, der nach Berlin zieht und dort versandelt. Kurzweilig und gut geschrieben ist es vermutlich das beste deutschsprachige Popliteratur-Buch der letzten Jahre.
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09/2024
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Harry Kämmerer "Die schöne Münchnerin"
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Mehr Munich Noir, ortstypisch angesiedelt im Milieu der Reichen und Schönen, hier um Umfeld von Model-Agenturen und Schönheitschirurgen. Durchaus stimmungsvoll, aber mit wenig Tiefgang.
Urteil: lesenswert
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08/2024
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Harald Gilbers "Tanzpalast (Ein Fall für Kommissar Oppenheimer 8)"
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Kommissar Oppenheimer ist der kleine und deutlich weniger erfolgreiche “Bruder” von
Gereon Rath, trotzdem ist diese Serie gut zu lesen. Im achten Buch jagt der Kommissar einen Incel im Berlin von 1950, alliierte Vorrechte, Koreakrieg und Kalter Krieg bilden in einem historisch stimmigen Krimi den Hintergrund.
Urteil: lesenswert
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08/2024
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Mario Vargas Llosa "Der Geschichtenerzähler"
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Klaus Wowereit lächelt in diesem Buch von Seite 1, irgendwie hat er es damals geschafft, dieses Buch 100.000 Mal unter die Berliner zu bringen. Das Buch ist autobiographisch angehaucht, der Autor erforscht die Geschichte eines Indianer-Stamms, der im Amazonas lebt.
Urteil: lesenswert
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08/2024
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Henning Mankell "Der Chinese"
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Eine mittelalte schwedische Richterin, die in ihrer Jugend Maoistin war, kommt durch einen brutalen Mord an einer ganzen Familie in einem abgelegenen schwedischen Dorf einem Komplott auf die Schliche, in das ein ranghoher chinesischer Bürokrat verstrickt ist. Dieser ist - das Buch ist aus der Prä-Xi-Ära - durch und durch korrupt und geht im wahrsten Sinne des Wortes über Leichen. Insgesamt etwas durchsichtig und es schwingt auch die jeweilige Ernüchterung über eigene linke Jugendideale mit, aber natürlich sehr gut geschrieben und sehr lesbar.
Urteil: lesenswert
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08/2024
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Sönke Neitzel "Weltkrieg und Revolution 1914-1918/19"
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Auf nicht einmal 200 Seiten fasst der Autor den Ersten Weltkrieg zusammen und beleuchtet neben den militärischen Aspekten auch gesellschaftliche und wirtschaftliche Aspekte und Umwälzungen, eine hervorragende Übersicht.
Urteil: unbedingt lesen
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08/2024
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Ronald Reng "1974"
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Der Aufhänger dieses Buchs ist natürlich das einzige Länderspiel beider Nationalmannschaften bei der WM 1974, aber der Autor ordnet das Spiel gekonnt in die Geschichte der beiden Staaten ein. Heraus kommt viel mehr als ein Sportbuch, eher eine “Oral History” oder ein Sittengemälde der DDR und der Bundesrepublik im Jahr 1974.
Urteil: unbedingt lesen
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08/2024
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Max Annas "Siegesallee"
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Die meisten Annas-Krimis sind hervorragend, aber sie spielen in der Gegenwart oder jüngeren Vergangenheit. In diesem Buch beschließt eine Art intersektionale Terror- oder Befreiungsgruppe im Berlin von 1914 den Kaiser umzubringen. Das Buch überträgt heutige “woke” Moralvorstellungen und adaptiert sie in die Vergangenheit, das langweilt mich. Außerdem ist es auch nie spannend.
Urteil: nicht lesen
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08/2024
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David Van Reybrouck "Revolusi"
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Indonesien kommt in deutschen Medien sehr selten vor und bis auf ein paar
Anekdoten lese oder weiß ich auch sehr wenig über das nach Einwohnerzahl viertgrößte Land der Welt. Revolusi erzählt, wie Indonesien nach einem vierjährigen Krieg wirklich unabhängig wurde, wie es den zweiten Weltkrieg erlebt hat und die antikoloniale Bewegung nach diesem mitangeführt wird. Exzellent und auch bei der
Bundeszentrale für politische Bildung bestellbar.
Urteil: unbedingt lesen
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08/2024
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Stefan Creuzberger "Das deutsch-russische Jahrhundert"
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Ein hervorragendes Buch über die Verschränkungen und Entwicklungen der deutschen und der russischen Geschichte, leider endet das Buch vor Februar 2022, was Fazit und Ausblick obsolet macht. Der Rest ist aber absolut lesenswert und auch gut geschrieben, die 560 Seiten sind schnell gelesen. Bei der
Bundeszentrale für politische Bildung für kleines Geld bestellbar.
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08/2024
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Harry Kämmerer "Isartod"
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Ein Munich Noir Krimi von 2010, der erste Krimi in einer Reihe mit schrägen Ermittlern, schrägen Charakteren und schrägen Tätern - ganz witzig.
Urteil: lesenswert
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08/2024
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Håkan Nesser "Münsters neunter Fall"
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Ein Rentner stirbt nach einem Wettgewinn und niemand kann es sich erklären, daraus webt Nesser ein großartiges Familien-Psychogramm, das bis zur letzten Seite spannend bleibt.
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08/2024
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Adrian Hänni "Terrorist und CIA-Agent: Die unglaubliche Geschichte des Schweizers Bruno Breguet"
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Die tatsächlich unglaubliche Geschichte eines Schweizers, der sich als Gymnasiast der PFLP anschließt, später in Israel im Gefängnis sitzt, sich der Carlos-Gruppe anschließt und letztlich bei der CIA anheuert. Spannend geschrieben, eher wie eine Radioreportage, und voller “schillernder” Personen, die man sich kaum ausdenken kann, zum Beispiel
François Genoud.
Urteil: unbedingt lesen
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08/2024
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Tijan Sila "Radio Sarajevo"
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Ein bedrückender autobiographischer Roman, der vom Aufwachsen eines zehnjährigen Jungens im belagerten Sarajevo erzählt.
Urteil: lesenswert
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08/2024
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Frank Schätzing "Der Schwarm"
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Ich habe das Buch vor einer Weile auf einem Dachboden gefunden und ich kann mich an die Begeisterung um die Jahrtausendwende erinnern. Leider ist diese 2004 erschienene Dystopie nicht so gut gealtert: es geht um eine Klimakatastrophe, aber nicht um das 2023 vorherrschende Thema Klimawandel, E-Mail wird als nahezu schwarze Magie beschrieben und die USA führt eine unipolare Welt. Ein Tsunami wird in epischer Breite beschrieben, aber das
verheerende Unglück in Thailand hatte noch nicht stattgefunden. Was mich aber richtig stört: endlos viele Details zu “Wissenschaft und Technik”, das bläht das Buch dann auch auf fast 1000 Seiten auf.
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08/2024
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Friedrich Ani "Bullauge"
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Ein Polizist, der auf einem Auge blind geworden ist, und eine Frau, die das mutmaßlich auf einer Demonstration verursacht hat, treffen sich und “verwickeln” sich. Die Frau stirbt, das Ende des Krimis ist überraschend. Das Buch ist sehr atmosphärisch, mehr Roman als Krimi.
Urteil: lesenswert
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08/2024
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Wolfgang Schorlau "Falsche Freunde"
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Kommissar Morello ist immer noch unglücklich in Venedig und ermittelt, weil ein allgemein unbeliebter Steuerberater erschlagen wurde. Morello gerät gegen seinen Willen in den venezianischen Sumpf, wo er doch viel lieber im sizilianischen Sumpf ermitteln würde. Wie üblich gewinnt bei Schorlau aber das Gute.
Urteil: sehr lesenswert
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08/2024
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Wolfgang Schorlau "Der Tintenfischer"
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Ein Flüchtling wirft sich von einer Venediger Brücke und wird gerade so von Kommissar Morello und seiner Mitarbeiterin Klotze gerettet. Sie geraten in einen Strudel von sizilianischer und nigerianischer Mafia, am Ende gewinnt das moralisch Gute. Mir gefällt der Stuttgarter Ermittler Dengler besser, Stuttgart wird einfach seltener als Handlungsort verwendet.
Urteil: sehr lesenswert
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08/2024
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Jörg Thadeusz "Steinhammer"
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Thadeusz lässt das Ruhrgebiet der 50er Jahre wieder auferstehen: drei Jugendliche, die Armut und Kriegsfolgen hinter sich lassen wollen, der talentierteste von ihnen wird Künstler in Düsseldorf. Ich habe mich quasi in schwarz-weiß durch das NRW dieser Zeit gehen sehen.
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08/2024
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Moritz Hürtgen "Der Boulevard des Schreckens"
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Ein satirischer Roman über Journalismus in 2022, in dem Volontäre sich über Jahre beweisen müssen und hier erst zweitklassige Künstler interviewen sollen, die in einem piefigen Vorort sterben, bevor das sowieso gefälschte Interview veröffentlicht werden konnte. Gut zu lesen und ganz witzig.
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08/2024
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Volker Kutscher "Transatlantik. Gereon Raths neunter Fall."
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Das neunte Buch der Gereon-Rath-Serie - verfilmt in Babylon Berlin - spielt in Berlin und New York von 1937 und verwebt die bereits bekannten Charaktere weiter. Ich habe natürlich längst den Überblick verloren, aber der Autor frischt die Erinnerung an Personen und Ereignisse gut auf. Das Buch ist spannend und ich habe die knapp 600 Seiten an einem Wochenende “lesen müssen.”
Urteil: sehr lesenswert
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08/2024
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Herfried Münkler "Marx, Wagner, Nietzsche. Welt im Umbruch."
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Der Doyen der deutschen Historiker setzt drei prägende Figuren der deutschen Geistesgeschichte in Beziehung zueinander: Das Buch ist exzellent geschrieben, regelrecht “spannend”, und beschreibt auf circa 700 Seiten Leben und Wirken von Karl Marx, Richard Wagner und Friedrich Nietzsche.
Urteil: sehr lesenswert
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08/2024
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Jens Bisky "Berlin - Biographie einer großen Stadt"
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Knapp 800 Jahre Geschichte in etwa ähnlich vielen Seiten unterbringen ist eine große Herausforderung. Ich habe mich zum guten Teil durch das Buch gequält: es ist zu oft entweder aus Fanboy- oder Bildungsbürgerperspektive geschrieben und damit wirkt es weder wissenschaftlich noch unterhaltend.
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08/2024
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